Hier erscheint ein Filmprogramm aus den 40--er, 50-er, 60-er und folgenden Jahren zum Anschauen und downloaden.
Auf dieser Seite erscheinen aus DDR-Zeiten Filme der DEFA und auch DEFA-synchronisierte Filme aus dem Ausland!
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseitean diese Filme
!

Der berühmte Abenteuerroman von Alexandre Dumas wurde mehrfach verfilmt. Als klassische, sehr werkgetreue französische "Original"-Verfilmung gilt oft der
Schwarz-Weiß-Film von 1943 mit Pierre Richard-Willm

Wenn vorhanden, erscheint jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!!
Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film sah er nicht,trotz Erscheinungsjahr: 1943

Diesmal keine - Wiederholungen!!! Sondern 2 Verfilmungen vom Grafen von Monte Christo!
Erscheinungsjahr: 1943
in 2 Teilen in der DDR 1955 aufgeführt!!

Der Graf von Monte Christo Teil-1 und -2



Nach einem Roman von Alexander Dumas d. Ä.
Ein französischer Film im Verleih des VEB Progress Film-Vertrieb

Alwin Gast(Aufnahme von 1948)
geb. 21.111920 in Magdeburg
gest. 11.12.2010 in Stuttgart

+++Neu - Wenn vorhanden, erscheint ab März 2025 ein Filmplakat zum Film+++

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
Progress-Nr. 186/55

Teil - 1

Teil - 2

Teil-1 m VerBei einem Autor, der wöchentlich einen Roman oder ein Drama herzustellen pflegte, was am Ende seines Lebens die beachtliche Summe von rund 300 Roman- und Theaterbänden ausmachte, darf man kaum künstlerische Meisterschaft vermuten, wohl aber eine gewaltige, fruchtbare Phantasie, erstaunliche Geschicklichkeit und nicht minder erstaunliche Körperkräfte. In den Werken Alexander Dumas d.Ä. (1802 bis 1870), des geistigen Vaters des "Grafen von Monte Christo" und auch der "Drei Musketiere", geht grell und heftig zu. Eine äu8erlich komplizierte, üppig verschlungene Handlung hält den Leser in Atem und verblüfft ihn durch unerwartete abenteuerliche und phantastische Wendungen. Intrigen, Liebe, Politik purzeln unsortiert durcheinander. Man purzle ruhig mit, versuche nicht , die Dinge auf ihre Wahrhaftigkeit zu prüfen. Daß andere vor Monte Cheisto und Der drei Musketiere ,,Grafen von
und ihre mehrfache Verfilmung. 'Fast scheint es ein ungeschriebenes Gesetz der Kinematographie: jeder
Generation ihren Monte-Christo-Film,
Und dies ist der Geschichte erster Teil: Marseille 1815. Edmond Dantes, ein Jüngling von edler Seele und Gestalt, seit seiner letzten großen Fahrt, zudem Kapitän der stolzen ,,Pharao, kehrt heim, um seine Braut Mercedes in die Arme zu schließen, die trotz der Werbungen ihres Vetters Ferdinand treu auf den Geliebten gewartet hat. Das Glück der beiden ist allzu kurz. Zwar nicht der Neid der Götter, wohl aber der seiner Mitbürger bringt Dantes noch selbigen Tages ins Unglück. Ein anonymer Brief (geschrieben
von Ferdinand, der sein Mädchen, und Caderousse, der seine Kapitäns-Stellung will) bezichtigt Edmond Dantes der Konspiration zugunsten des verbannten Napoleon, Fotalemeise hat auch der Staatsanwalt, Monsieur Villef~rt, allen Grund, den unschuldigen Jüngling verschwinden zu lassen.
Er braucht gewissermaßen einen ,,Ersatzmann" für den eiqenen Vater, der Napoleon weit besser kennt als der arglose Edmond. Aus den himmlischen Armen der Geliebten stürzt Dantes direkt in die Hölle des Castell d'lf, von wo noch kein Gefangener zurückkehrte. Daß Edmond der erste - dankt er der wahrhaft Überschäumenden Phantasie seines egrestiest igiset,n veErr. zeugers Dumas, dem der ungewöhnlichste aller Fluchtwege einfiel. Vorher aber läßt er seinen Helden 20 Jahre im finsteren Verlies schmachten und
seinen Verderbern tödliche Rache schwören. Ein sich immer zur rechten Zeit einstellender glücklicher Zufall beschert dem Rachedurstigen die materielle Grundlage für sein Vorhaben, einer -'hat2
nämlich auf der Insel Monte Christo. Dank seines märchenhaftehsichtums und seiner fast noch märchenhafteren geistigen und körperlichen Vorzüge übernimmt der nunmehrige Graf von Monte Christo die Rolle der strafenden Gerechtigkeit Das aber erlebt das geneigte Publikum erst im 2. Teil des Films - demnächst in diesem Theater.

Teil-2
Das geneigte Publikum wird sich aus dem 1. Teil unseres Films folgender romantischer Begebenheiten erinnern: Edmond Dantes, ein ebenso schöner wie edler Jüngling, wird durch eine schändliche Intrige seiner Neider Ferdinand und Cadercusse, von der Seite seiner Braut Mercedes hinweg verhaftet.
Der Staatsanwa4t Villevort Iäßt den Unschuldigen wider besseres Wissen in den furchtbaren Kerker des Custell d´if werfen. 20 Jahre schmachtet Dantes; bis es ihm auf abenteuerlichste Weise gelingt, zu entkommen. Durch ein Geheimnis seines verstorbenen Zellennachbarn wird er märchenhaft reich und kehrt als Graf von Monte Christo in die Gesellschaft zurück. Sein einziges Ziel: furchtbare Rache zu nehmen.
Erstes Opfer ist der Graf Moncerf, in dem man kaum den Ferdinand von einst wiedererkennt. Er hat inzwischen nicht nur die sch6ne Mercedes geheiratet, der das Warten wohl doch zu lang geworden war, sondern ist auch General und Graf geworden. Monte Christo, der Allwissende, aber' braucht nur die erbärmliche Geschichte zu , veröffentlichen, wie ein gewisser Soldat Ferdinad die Sprossenleiter der Gesellschchaft erklomm, alles andere ergibt sich von selbst: Schimpf, Schande, Selbstmord. Und schon "'
setzt der Unermütliche ein Strafgericht so präzise wie genüßlich fort. Opfer Nr. 2 ist Caderousse. Er wird von einem Mitspitzbuben namens Benedetto erdolcht. Das aber ist nur das Vorspiel, um Villefort, den Hauptschuldigen, zu vernichten. Unser Rächer hat inzwischen seine Höchstform erreicht; die Vergeltung ist nahezu perfekt. In Benedetto nämlich darf man niemand anders vermuten, als den illegitimen Sohn des Monsieur Villefort, den dieser einst als Säugling in düsterer Nacht verscharren wollte. Trotz der väteriichen Bemühung damals steht Benedetto höchst lebendig vor Gericht und enthüllt im Laufe der Verhandlung die Wahrheit über seinen Erzeuger. Verständlich das Monte Christo es sich nicht nehmen läßt, im Wandelgang des Gerichts den vernichteten Villefort persönlich zu erwarten. Der erkennt den späten Rächer und sinkt entseelt zu Boden. Bleibt dem Grafen nur noch der Abschied von Mercedes, die dabei ist, mit ihrem Sohn einfaches, ehrliches Leben zu beginnen. Sie wird es sich versüßen durch die Erinnerung an vergangene Jugend, vergangenes Glück. Edmond Dantes läßt die Geliebte von einst allein. Es erwartet ihn Haidee, die schöne Sultanstochter, sein Richteramt ist beendet; er kann sich vergnüglicherem Tun hingeben.
Mag sein, daß der unermüdlich rächende Graf mit seiner Dämonie und düsteren Schönheit uns heute recht übertrieben erscheint. Der Film sieht solche Einwände durchaus vor und weist einleitend auf den sehr romantischen Charakter des Dumasschen Romans hin. Man kann das erweitern und daran erinnern, daß Alexander Dumas d. Ä. das roheste Talent der romantischen Schule ist. Der verehrte Filmbesucher wird gut tun, seinen eigenen Geschmack zu vertrauen. Es ist bdurchaus erlaubt, die Phantasie des Herrn Dumas, von der 300 seiner Werke leben, mit Abstand und Humor zu genießen.

Regie: Karl AntoRegie: Robert Verney

Hauptdarsteller:
Pierre Richard-Willm, Michéle Alfa, Aimé Cloriond, Marcel Herrand, Alexandre Rignault, Jaques Baumer, Line Noro, Lise Delmare, Henry Bosc, Louis Salou

++Neu: Wenn vorhanden ein für verstorben!! ++

Nach der Jahreszahl lebt hier keiner mehr!!