Wenn vorhanden, erscheint seit 2002 jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!! Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film sah er diesmal nicht! Ab Januar 2021 erscheinen alle Filmprogramme ,ob nationale oder internationale, auch von der DEFA synchronisierte Filme, solange der Vorrat reicht!!!
Diesmal ein Film von der Sinnlosigkeit eines Krieges, welcher ich schon einmal 2003 und 2022 auf meiner Seite hatte!!!
Grund ist die aktuelle Situation, in der wir uns im Moment befinden. Es wird wieder, wie 1939, nach Krieg in Nochdeutschland geschrien!!

Alwin Gast

Alwin Gast(Aufnahme von 1948)
geb. 21.111920 in Magdeburg
gest. 11.12.2010 in Stuttgart

Die letzte Brücke

EIN COSMOPOL - FILM IM VERLEIH DER COLUMBIA FILMGESELLSCHAFT mbh

EINE DR. JONEN - PRODUKTION DER:
METEOR - FILM IM PRISMA - VERLEIH

Link zu diesen Film Filmstart.de
Erscheinungsjahr: 1954

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Und wieder wird nach Krieg gerufen, wie 1939!!!
Menschen, wacht endlich auf!!!
1954-Nr. 2268

Dies ist die Geschichte der deutschen Ärztin Helga Reinbeck, die Geschichte einer Frau, die inmitten von Tod und Grausamkeit ein Bekenntnis zu wahrer Menschlichkeit ablegt. Sie spielt auf dem Balkan gegen Ende des zweiten Weltkrieges.
Helga Reinbeck, Kinderärztin von Beruf, tut Dienst als Oberschwester in dem deutschen Reservelazarett Bjelo Jezero. Vor wenigen Monaten hat sie in Mostar Martin, den Feldwebel der Gebirgsjäger, kennen und lieben gelernt. - Es ist wie ein Wunder, daß Martin plötzlich vor ihr steht. Seine Einheit befindet sich im Partisaneneinsatz. Italien hatte kapituliert. Um Bjelo Jezero herum ist Niemandsland. Die beiden Liebenden sind glücklich über ihr Wiedersehen und verabreden, den Abend gemeinsam zu verbringen. Aber Martin wartet am Abend vergebens. Eine serbische Studentin, die einer Partisanengruppe angehört, ist, als Bäuerin verkleidet, bis zum Stabsarzt vorgedrungen und bittet um Hilfe für ihr angeblich todkrankes Kind. Stabsarzt Rottsieber lehnt ab, aber Helga erwirkt seine Erlaubnis, Hilfe leisten zu dürfen. In einem Sanitätswagen, die Partisanin Militza an ihrer Seite, fährt sie los. - Der Sanitätswagen stößt auf eine Straßensperre. Der Fahrer will sie beseitigen, da umringen bewaffnete Männer den Wagen. Der Fahrer fällt. Militza hält die Deutsche mit ihrer Pistole in Schach. Der Wagen stürzt zertrümmert in die Schlucht.
Helga ist in der Gewalt der Partisanen. Sie haben Kranke und Verwundete. Der Arzt ist darunter. Helga wird gezwungen, ihn zu operieren. Aber er stirbt. - Hat die Deutsche den Arzt umgebracht ? Die Partisanen stellen sie vor die Wahl, zu bleiben und ärztliche Hilfe zu leisten, oder... - Helga befindet sich in schweren seelischen Konflikten. Ein Fluchtversuch mißlingt, ein zweiter desgleichen. An was soll sie sich halten ? Da ist Boro, ein Partisanenführer. "Ich immer glauben, für Doktor verwundeter Feind auch Mensch." Das Wort trifft Helga ins Herz. Sie hilft, aber ihr Gesicht ist tot und leer.
Im Partisanenlager ist Typhus ausgebrochen. Medikamente fehlen. Die Deutschen besetzen Dorf für Dorf. Ein Leidenszug von Kranken und Verwundeten bewegt sich über die Hängebrücke über die Neretva. Helga in der Mitte. Da brausen plötrzlich deutsche Sturmboote den Fluß hinab. Feuergarben von beiden Seiten. Die Brücke stürzt zerfetzt in den Fluß. Tote und Verwundete treiben im Wasser.In einem der Boote befand sich Martin. Keiner der Liebenden weiß, wie nahe sie sich waren. Martin erhielt die unfaßliche Nachricht von Helgas Tod, damals, als man den Sanitätswagen zertrümmert in der Schlucht fand. - Leutnant Scherer gerät bei dem Zusammenstoß mit den Partisanen in Gefangenschaft. Er nennt die Deutsche Verräterin. In Helga tobt der Konflikt. Aber das Elend der Menschen um sie herum zwingt sie zu bleiben. Auch der Feind ist Mensch. - Scherer gelingt die Flucht. Helga bleibt, weil die Menschen ohne ihre Hilfe verloren sind.

Als Scherer zu seiner Einheit zurückfindet, erfährt Martin, daß Helga lebt.
Der Zug der Partisanen bewegt sich nach Morgoljewo, dem Dorf, das ihnen Rettung bringen soll. Aber Morgoljewo ist ein rauchender Trümmerhaufen. Seit Tagen wartet sie auf Medikamente. - Da scheint Rettung zu nahen. Ein britischer Flieger ist mit dem Fallschirm und Medikamenten abgesprungen. Einheimische halten den Verwundeten in Poltewa versteckt. Poltewa wird von den Deutschen besetzt. Wer holt die Medikamente ? - Militza, in der Tracht einer mohamedanischen Bäuerin, bricht auf nach Poltewa. "Zwei haben eine größere Chance." Aus freiem Entschluß schließt sich Helga an. - Sie finden den Engländer , sie finden die Medikamente. Aber das Schicksal ist grausam. Die beiden Frauen werden von der einheimischen Polizei zu Straßenarbeiten herangezogen. Helga bleibt unerkannt. Um sie herum die Deutschen. Helga schwankt, ob sie zu den Ihren gehen soll. Aber viele Menschen erwarten von ihr die Rettung.
Sie schwankt nicht mehr, sie weiß, was sie zu tun hat. Militza, die bisher jeden Schritt der Deutschen argwöhnisch verfolgt hat, küßt sie impulsiv. Sie begreift das große Opfer. Dann flieht sie. Die Detonation einer Straßensprengung zerreißt sie. Helga ist allein. Nur sie noch kann den Partisanen die rettenden Medikamente bringen. - Und so geht sie zurück in das Versteck des Engländers. Und hier stößt sie auf Martin. Sie liegen sich in den Armen. Aber dann reißt Helga sich los, ihre Aufgabe zu vollenden. Martin versteht nicht. Er bleibt zurück, während Helga mit langsamen Schritten über die Brücke geht, über die dritte Brücke derer, die in diesen Monaten ihr Schicksal bestimmen. - Die Partisanen haben Verstärkung erhalten. Die beiden Frauen sind noch nicht zurück. Sie rücken auf das Dorf vor, sie greifen an. - Feuerstöße von beiden Seiten der Neretva. In der Mitte, auf der Brücke, Helga. Sie duckt sich gegen die steinernde Brüstung. Auf der einen Seite schreit Martin ihr zu - auf der anderen wartet Boro mit seinen Männern. Beide Seiten erkennen die Frau auf der Brücke. Beide Seiten stellen das Feuer ein. Aber eine letzte verirrte Geschoßgarbe hat Helga getroffen. Sie richtet sich mühsam auf, geht mit schweren Schritten den Weg über die Brücke zu Ende, reicht Boro die Tasche mit den Medikamenten.
"Ich muß zurück", sagt sie mit tonloser Stimme. Boro versteht. Ein letzter Blick, der alles ausdrückt, was diese Menschen, die zur Stunde noch Feinde sind, empfunden haben, als ein Mensch von der anderen Seite ihnen half.
Helga wendet sich zurück, mit schweren Schritten auf die Brücke zu. Es ist die letzte Brücke in ihrem Leben. Noch hat sie nicht die Mitte erreicht, da bricht sie zusammen.
Das Feuer setzt wieder ein Mitten auf der Brücke, zwischen den Fronten, liegt ein Mensch, der helfen wollte. - Soll sein Opfer vergebens sein ?

Darsteller:
Helga Reinbeck Maria Schell
Boro, (Partisan) Bernhard Wicki
Militza, (Partisanin) Barbara Rütting
Feldwebel Martin Berger Carl Möhner
Leutnant Scherer Horst Hächler
Haslinger Fritz Eckard
Stabsarzt Dr. Rottsieper Robert Meyn
Momcillo, ein Stummer Pable Mincic
Sava (Partisan) Zvanko Zungui
Ratko (Partisan)
Stevo Petrovic
Vlaho (Partisan)
Janez Vrchovec
Eine alte Bäuerin
Tilla Durieux
Nachrichtensoldat
Walter Regelsberger
3 Gebirgsjäger: Franz Eichberger
  Peter Versten
  Heinrich Einsiedel
Englischer Offizier Radolcic Dragoslav
Oberschwester Steffi Schwarz