Zu Teil-2

Hier erscheint ein Filmprogramm aus den 40--er, 50-er, 60-er und folgenden Jahren zum Anschauen und downloaden.
Auf dieser Seite erscheinen aus DDR-Zeiten Filme der DEFA und auch DEFA-synchronisierte Filme aus dem Ausland!
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseitean diese Filme
!

Diesmal ein Abenteuerfilm aus der ehemaligen Sowjetunion

Wenn vorhanden, erscheint jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!!
Dieser Herr war Filmkritiker für verschiedene Zeitungen.(Gar nicht so einfach für die damalige Zeit!!) Diesen Film sah er nicht,Erscheinungsjahr: 1953

Dieser Film war im Oktober 2007 schon einmal auf meiner Webseite!
Erscheinungsjahr: 1953 in 2 Teilen!

Alwin Gast(Aufnahme von 1948)
geb. 21.111920 in Magdeburg
gest. 11.12.2010 in Stuttgart

Segel im Sturm (Teil-1)
Ein Farbfilm

+++Neu - Wenn vorhanden, erscheint ab März 2025 ein Filmplakat zum Film+++

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014
Leider nur ein Filmplakat
von Teil-1!
Wenn jemand ein solches
besitzt,(Schiffe stürmen Bastionen)bitte mir zusenden. Er bekommt es
unbeschadet zurück

++Neu: Wenn vorhanden ein für verstorben!! ++

Nach der Jahreszahl lebt hier keiner mehr!!

Für Admiral Fedor Fedorowitsch Uschakow, den größten russischen Flottenführer, den "Suworow der Seeschlachten", wie er von seinen Zeit-genossen und den späteren Generationen genannt wurde, gab es bis zu seinem letzten Atemzug nichts Höheres als die Flotte und die Seeleute seiner Heimat, als den Dienst dieser Flotte am Vaterland. Es war ihm jedoch nicht vergönnt, sich rasch auf dem Gebiet hervorzutun, auf welchem ihm später unsterblicher Ruhm beschieden war, der Ruhm eines Seebefehlshabers, der die russische Flotte von Sieg zu Sieg führte und die ganze Welt durch seine unvergleichlichen Beispiele der Flottenführung in Verwunderung setzte - wie etwa durch die Erstürmung starker Seefestungen ausschließlich mit Kräften der Flotte, ohne jegliche Unterstützung der Landtruppen.
Der Ruhm eines russischen Seehelden wurde ihm aber nicht in jungen, sondern erst in reifen Jahren zuteil. Erst mußte er einmal selber die Geschwader bauen und ausrüsten, Seehäfen schaffen, Werften errichten und die Mannschaften ausbilden. Uschakow war der erste von den vielen großartigen Führern und Erziehern der russischen Seeleute, unter denen sich Admiral Lasarew und Lasarews Schüler Nachimow, Kornilow und lstomin besonders hervortaten.
Diese Seestrategen, selber Helden und Patrioten, erzogen ihre Seeleute ebenfalls zu selbstlosen Helden. Einer verarmten Familie entstammend, wußte Uschakow mit den Matrosen nicht nur eine gemeinsame Sprache zu finden, sondern auch ihre tiefe Liebe zu gewinnen. Gern und bereitwillig gehorchte man ihm, nicht weil man ihn fürchtete, sondern um sein Lob zu verdienen. Rußland treu zu dienen, furchtlos in den Kampf zu ziehen, zum Sieg oder zum Tod fürs Vaterland - das war der Geist, in dem Uschakow seine Matrosen so er folgreich erzog, um sie dann vorwärtszuführen zu großen Taten. Von den ersten Dienstjahren an zeigte Uschakow stets und in allem außergewöhnliche Umsicht, Entschlossenheit, Furchtlosigkeit, Geistesgegenwart in der kritischsten Lage. Schon damals, noch vor Beginn seiner Laufbahn als Lenker von Seeschlachten, wurden Uschakows Verdienste anerkannt, ja er hatte sich durch sie schon den Neid der adligen reichen Streber zugezogen, hinter denen einflußreiche Gönner standen. Glücklicherweise erkannte der berühmte und damals all mächtige Staatsmann, Feld-marschall Potemkin, das angeborene Talent und die kolossale moralische Stärke, die in diesem bescheidenen Offizier schlummerten. Potemkin begann Uschakow auf verantwortliche Kampfposten zu stellen, und sofort entfaltete der Adler seine mächtigen Schwingen.
Im Jahre 1787 brach ein für Rußland schwerer Krieg mit der Türkei aus, die direkt oder indirekt von England, Frankreich und Schweden unterstützt wurde.
Die erste große Seeschlacht zwischen dem russi-schen und dem tür- kischen Geschwader fand am 3. Juli 1788 auf dem Schwarzen Meer bei der Insel Fidonissi statt. Uschakow befehligte die Vorhut. Die Türken hatten fast eine dreifache Übermacht und hofften, die russische Flotte umzingeln und versenken zu können. Doch mußten sie noch einem dreistündigen, für sie erfolglosen Gefecht die Flucht ergreifen.
Zum Konteradmiral befördert, wurde Uschakow Befehlshaber des Schwarzmeergeschwaders.
In zwei neuen Schlachten zerschlug er zwei
türkische Geschwader, zuerst in der Straße
von Kertsch und dann bei Chadshibej. Nacheinander
folgten die Siege bei Jenikale, Sinob, bei Anapa und an anderen Stellen.
Am 31. Juli 1791 kam es zur großen Seeschlacht bei Kap Kaliakria, wo eine riesige türkische Flotte lag, die vorwiegend aus neuen, auf englischen und französischen Werften gebauten Schiffen bestand. Die Türken hatten 18 Linienschiffe, 17 Fregatten und über 40 andere Schiffe. Uschakow, der über viel geringere Kräfte verfügte, griff die Türken über-raschend an und brachte ihrer Flotte eine vernichtende Niederlage bei, nachdem er sie durch meisterhaftes Manöver in zwei Teile getrennt hatte. Der aufs Haupt geschlagene Gegner hoffte, sich mit Anbruch der Dunkelheit retten zu können. Uschakow aber verfolgte die Reste des feindlichen Ge-schwaders und bohrte ein Schiff nach dem anderen in den Grund. Nur einigen wenigen türkischen Schiffen gelang es, sich nach Konstantinopel zu retten. Bis zum Ende des Krieges existierte die türkische Flotte nicht mehr als Kampffaktor. Die prächtigen Siege der russischen Seeleute. Uschakows hervorragende Kunst in der Flottenführung, die Standhaftigkeit und Furchtlosigkeit der russischen Schiffsbesatzungen lösten in ganz Europa größten Widerhall aus und riefen bei den starken Seemächten - bei England und Frankreich - ernste Beunruhigung hervor. Uschakows Siege erfüllten sie nicht nur mit Unruhe, sondern auch mit Neid. Man fragte sich in Europa: Mit den Türken macht Uschakow nicht viel Federlesens, reicht ihm aber seine Kriegskunst, und sind die russischen Seeleute tapfer und erfahren genug, um mit der Flotte einer europäischen Seemacht fertigzu- werden? Diese Frage beantwortete Uschakow auf eindrucksvolle und glänzende Weise.
In den Jahren 1796/97 hatte Napoleon Bonaparte einen bedeutenden Teil Italiens erobert, sich der Ionischen Inseln bemächtigt und war dann nach Ägypten gezogen. Unterwegs nahm er von der Insel Malta Besitz. Die Franzosen bedrohten die Türkei und England. Es bestand auch die Gefahr, daß sie ins Schwarze Meer eindringen und die russische Küste überfallen könnten.
Rußland, die Türkei und England beeilten sich, ein Bündnis zu schließen. Uschakow wurde mit dem Kommando über das russische Geschwader betraut, das er durch den Bosporus und die Dardanellen ins Mittelmeer führte. Hier übernahm er auch den Befehl über dos türkische Geschwader und segelte donn zu den Ionischen Inseln, wo der geniale Flottenführer und seine kampfgestählten, ruhmreichen Seeleute eine Reihe neuer glänzender Siege errangen.
Die griechische Bevölkerung der lonischen Inseln begrüßte Uschakow und seine Flotte als ihre Befreier. Eine nach der anderen nahmen die russischen Seeleute die lnseln Cerigo, Zante, Kephalonia, lthaki und Santa Maura. Alle französischen Garnisonen ergaben sich.
Das gleiche Los ereilte auch die Hauptinsel des Archipels. Korfu. Das war unerhört. In Europa wollte man es einfach nicht glauben, als bekannt wurde, daß eine Flotte aus eigener Kraft eine so starke Land- und Seefestung genommen hat.
Begeistert über Uschakows Heldentat, voll Stolz auf Rußland, gratulierte der große russische Feldherr Suworow dem Sieger mit den Worten: "Ein Hurra für die russische Flotte! Jetzt läßt es mir keine Ruhe: Warum war ich nicht wenigstens als Schiffsfähnrich mit bei Korfu ! Als großer Seestratege, als Patriot und Held lebt Uschakow fort im Gedächtnis des russischen Volkes. als Sinnbild seines unvergänglichen Ruhmes.
Aus "Sowjetunion" Nr. 6 (40) Juni 1953
Wie der Film "Segel im Sturm" entstand:
Im Jahre 1951 begann das Künstlerkollektiv unter Leitung des Regisseurs M. Romm die Dreharbeiten zu dem Film "Segel im Sturm". Die Aufgabe war klar: Uschakow, seine Zeit- und Kampfgenossen lebensecht zu zeigen. die Epoche der Kriege um das Schwarze Meer im 18. Jahrhundert historisch echt wiederzugeben.
Die Schwierigkeiten begannen bereits im vorbe-reitenden Studium. Die offizielle zaristische Geschichtsschreibung verschwieg bewußt Admiral Uschakows Verdienste. weil er ein Soldat des Volkes war. Nur ein einziges Buch erschien im ganzen 19. Jahrhundert über ihn. kein zuverlässiges Porträt blieb erhalten. Erst die sowjetische Geschichtswissenschaft veröffent-lichte reichhaltiges Dokumenten-material, das Charakter und Persönlichkeit Uschakows wahr-heitsgetreu beleuchtet. Professor I. Isakow, ein hervorragender Kenner der Geschichte der russischen Flotte, unterstützte die Dreharbeit durch systematische Vermerke, die in wissen-schaftlicher Exaktheit ge-schrieben, wertvolle Hinweise und Anregungen für die Darsteller enthielten. Sie umfaßten alle wesentlichen Details des Alltagslebens der russischen Flotte im 18. Jahrhundert, die Kommandoworte, das Verhältnis der Offiziere zu den Mannschaften usw., und erwiesen sich daher als unerläßlich für eine realistische künstlerische Gestaltung.
Gründlich studierte das Aufnahmekollektiv das Segelschiff und seine Takelage und lernte die Bedienung der alten Kanonen. Erst nach diesem Studium begannen die Außenaufnahmen in Odessa, Jalta und anderen Orten am Schwarzen Meer. Gewaltige Dekorationen der Stadt Cherson und der Werft, wo Uschakows Flotte entstand, wuchsen an den Ufern des Schwarzen Meers auf. Nach Originalentwürfen aus dem Archiv der Flotte in Leningrad wurden die Dekorationen zu Uschakows Flaggschiff "Der heilige Paul" hergestellt. Ein eiserner Lastkahn, auf dem Masten und Takelwerk errichtet wurden, verwandelte sich in eine genaue Kopie des historischen Schiffes. Lediglich die Höhe der Masten - bei den Schiffen Uschakows 80 m, was der Höhe eines 14-Etagen-Hauses gleichkommt - wurde verringert. Die Tatsache, daß allein 5000 Kostüme von den Moskauer Ateliers nach dem Süden gebracht wurde, unterstreicht
nachdrücklich den Umfang der Außenaufnahmen.
Für die Totalaufnahmen der Seegefechte mußten Modelle einer ganzen Flotille im Größenverhältnis 1:10 gebaut werden. Die Kanonen, mit denen die Modelle bestückt waren, konnten abgefeuert werden; das Zusammenbinden des Takelwerks erforderte eine zweimonatige Arbeit von 40 Facharbeitern.
Auf jedem Modell befanden sich während der Aufnahmen ein Elektriker und ein Bootsmann. Mit Hilfe eines komplizierten Drähtesystems war es dem Elektriker möglich, das Feuer aus 80 Kanonen zu lenken. Wenn im dunklen Kinosaal die farben-prächtige Bilder des Films "Segel im Sturm" an unserem Auge vorüberziehen, dann bemerkt keiner der von der Vollendung des Kunstwerkes be-geisterten Zuschauer, wieviel mühselige Arbeit, welche komplizierten technischen Maßnahmen notwendig waren, ehe der Film zu dem wurde, was er endlich ist.

Regie: Michail Ramm
DDrehbuch: Alexander Stein / Musik: A. Chotschaturjan / Kamera: A.
Schelenkow, Tschen Ju-Lan / Bauten: A. Parchomenko, L. Schengelija. A. Waisfeld
Dialog und Regie der deutschen Fassung: Helmut Brandis / Schnitt: Margarethe Neumann / Ton: Emil Schlicht. Herbert Henke /
Deutsche Bearbeitung:
VEB DEFA-Studio für Synchronisation / Ein Mosfilm im
Verleih der Progress Film-Vertrieb GmbH

Darsteller: Deutsche Sprecher:

Uschakow

I.Perewersew

Harry Hindemith- Nationalpreisträger

Potemkin

B. Liwanow Kurt Mühlhardt

Mordowzew

N. Swobodin Karl Haas
Woinowitsch, Offizier N. Tschistjakow Arno Paulsen
Senjawin, Offizier 0. Judin Herbert Köfer
Wassiljew, Offizier W. Drushnikow Gerhard Klüh
Katharina II. 0. Shisnewa Ursula Burg
Tichon, Schiffszimmermann S. Bondartschuk Otto Krone
Viktor, Schiffsjunge 0. Jumatow Günther Haak