Hier erscheint ein Filmprogramm aus den 40-er, 50-er, 60-er und folgenden Jahren zum Anschauen und downloaden.
Auf dieser Seite erscheinen aus DDR-Zeiten Filme der DEFA und auch DEFA-synchronisierte Filme aus dem Ausland!
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseite
an diese Filme!

Link zu diesem Film Wikipedia

Diesen Monat: Die Deutsche Film AG (DEFA) feiert ihr 80-jähriges Jubiläum. Am 17. Mai 1946 gegründet, prägte sie bis 1992 die ostdeutsche Filmgeschichte mit rund 700 Spielfilmen.
Dieser DEFA-Film war im Februar 2003 schon einmal auf meiner Webseite!!

Erscheinungsjahr 1955

Hier geht es zu den Filmprogramm-Bildern ab 2014

+++ Neu ab Januar 2014 kann man sich die Bilder von diesen Filmprogrammen in voller Größe anschauen!++

Das Fräulein von Scuderi

Eine deutsch-schwedische Gemeinschaftschaftsproduktion der DEFA Berlin und der A. B. Pandora-Film Stockholm

DEFA 80

+++Neu - Wenn vorhanden, erscheint ab März 2025 ein Filmplakat zum Film+++

Louvois versuchen nun die nächtlichen Kavaliere und damit zugleich den aufsässigen Adel Unter Kontrolle zu bringen. Niemand soll ohne Erlaubnisschein nachts das Haus verlassen. Aber während eines Hoffestes bringt das Fräulein von Scuderi mit ein paar witzig improvisierten Spottversen die neue Polizeischikane zu Fall. Sie bekommt einen unerwarteten Lohn dafür: im Namen der dankbaren Mörder läßt ihr ein Unbekannter einen Schmuck von auserlesener Schönheit und Kostbarkeit überreichen. Wieder stellt sich heraus daß es sich um eine Arbeit Cardillacs handelt, der dadurch in den Verdacht unziemlicher Verliebtheit zur Scuderi kommt. Aber Cardillac ist nicht verliebt, er ist der Mörder selbst. Besessen von einer dämonischen Liebe zu den Schöpfungen seiner Kunst, kann er es nicht ertragen, sie von reichen Müßiggängern zum Kaufpreis der Liebe erniedrigt zu sehen. Unter qualvollem Zwang gibt er immer wieder seiner Besessenheit nach und wird so aus einem der größten Künstler einer der furchtbarsten Verbrecher seiner Zeit. Cardillacs Gehilfe Olivier ist es, der durch einen Zufall den wahren Sachverhalt aufdeckt. Doch Olivier schweigt, aus Liebe zu Madelon der schönen Tochter Cardillacs, die mit tiefer Verehrung an ihrem Vater hängt. Aus Liebe zu Madelon schweigt Olivier auch, als er in den Verdacht gerät, der Mörder Cardillacs zu sein, denn Graf Miossens, das ausersehene vierzehnte Opfer, kam seinem Mörder zuvor, und erstach den Vermummten, Es geht um Oliviers Kopf, aber er schweigt, schweigt, um Madelon das Andenken ihres Vaters rein zu erhalten, Erst dem Fräulein von Scuderi vertraut er sich an und ihr gelingt es, den dunklen Tatbestand zu klären, Aber die feudale Gesellschaft fürchtet den Skandal, und so müssen Madelon und Olivier noch in der Nacht Paris für immer verlassen.
Die literarische Vorlage, nach der dieser erregende Film gedreht wurde, stammt von einem der bedeutensten romantischen Dichter Deutschlands, Ernst Theodor Amadeus Hoffmann. Die Neigung, das Abgründige in der menschlichen Seele zu erforschen und darzustellen, durchzieht fast alle seine zahlreichen Erzählungen, unter denen "Das Fräulein von Scuderi" eine der künstlerisch geschlossensten und wertvollsten ist.

Es war etwa um das Jahr 1680. Im Louvre, dem mächtigen Pariser Stadtschloß der Herrscher Frankreichs, residierte Ludwig XIV., herrschte nach dem Grundsatz "Der Staat bin ich" und ließ sich beherrschen von den Launen der Maintenon seiner schon ein wenig ältlichen, tugendsam gewordenen und frömmelnden Maitresse. Die schönen Künste vermehrten den Glanz der Residenz: eine liebenswürdige Dichterin, das Fräulein von Scuderi, erfreute sich trotz ihrer 70 Jahre wegen der Anmut und des Geistes ihrer Verse allgemeiner Gunst bei Hofe wie im Theater.
Aber der Glanz dieser Zeit paarte sich mit tiefer Finsternis. Während Ludwig, der sich so gern "Sonnenkönig" nennen ließ, mit dem verschwenderischen Prunk seiner Hofhaltung das stolze, üppige Frankreich zu einem Lande drangsalierter Armut machte, geschah es, daß die Hauptstadt Paris durch eine Reihe geheimnisvoller, furchtbarer Verbrechen in Angst und Schrecken versetzt wurde. Eine ganze Bande mordwütiger Räuber schien am nächtlichen Werk zu sein, die es ausschließlich auf Edelsteine und kostbaren Schmuck abgesehen hatte. Niemand, der sich nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße wagte und Juwelen bei sich trug, kein Kavalier, der mit Gold und Geschmeide abends zur Geliebten eilte, war seines Lebens sicher. Ermordet und ausgeplündert fand sie die ratlose Polizei in einer düsteren Gasse - immer mit der gleichen Wunde über dem Herzen, die vom immer gleich geführten Stich eines dreikantigen Dolchs herrührt.
Der junge elegante Marquis de la Fare macht das Dutzend der ruchlos Getöteten voll. Eben noch verhandelt, er mit Meister Cardiliac, dem berühmtesten Pariser Goldschmied jener Zeit, über den Schmuck. den er dem schönen Fräulein von St. Craix zugedacht hatte - eben noch mochte sich in ihrem Boudoir die kokette Dame für den ungeduldig erwarteten Besuch zurecht - eben noch schlug der Marquis lachend die Warnung Cardiliacs vor den Mördern in den Wind und machte sich unbekümmert auf den Weg -da steht auch schon wie aus dem Boden gewachsen eine dunkle Gestalt vor ihm. Der dreikantige Dolch stößt zu, ehe er noch an Gegenwehr denken kann, gierige Hände tasten nach dem chmuck in seiner Tasche - und die Polizei findet nur den Leichnam, aber keine Spur. La Regnie, der Vorsitzende des Sondergerichtshofes, ist außer sich. apitain Degrais, der Polizeihauptmann, hat wahllos jedermann festnehmen lassen. Jeder zur Zeit der Tat auf den nächtlichen Straßen von Paris betroffen wurde - aber der Täter ist nicht unter den Verhafteten. Sie üssen freigelassen werden. La Regnie und Minister

DARSTELLER:

Fräulein von Scuderi

Henny Porten

Cardillac

Willy A. Kleinau, Nationalpreisträger
Madelon Anne Vernon
Olivier Roland Alexandre
St. Croix Angelika Hauff
Miossens Richard Häussler
Maintenon Dorothea Wieck
Lois XIV. Mathieu Ahlersmeyer
La Regnie Alexander Engel
Degrais Hans Peter Thielen
Louvois Johannes Arpe
La Martiniere Jürgen Krumwiede
Alois Barbro Hiort of Ornäss
Hofdame Par Svensson
u. a. Nationalpreisträger
Theaterdirektor Alf Ostlund
De la Fare Gerhard Frickhöfer
Prädikat: Besonders wertvoll

In weiteren Rollen: Käte Alving, Ruth Arnim, Karl Block, Egon Brosig, Hans-Joachim Büttner, Wolf Beneckendorf, Charlotte Brummerhof, Willi Endtresser, Georg Helge, Ingeborg Haverkampf, Hella Jansen, Inge Kanzler, Gisela Kugland, Hannelore Lottis, Mario Lerch, Karin Lüsebrink, Eva Lochmeier, Gerda Müller, Martin Rosen, Kurt Rackel-
mann, Erdmann Rafalsky, Eva Sanden-Mandel, Elisabeth Suessenguth, Paul Streckfuss, Ruth Scheerbarth, Rudolf Schröder, Axel Triebel, Rolf Weih, Maria Wendt u. a. *
Verleih Progress Film-Vertrieb

DAS FRÄULEIN VON SCUDERI

++Neu: Wenn vorhanden ein für verstorben!! ++