Jun

Hier erscheinen jeden Monat zwei andere Filmprogramme aus den
50-er, 60-er und anderen Jahren zum Anschauen und downloaden.
Ein Programm aus DDR-Zeiten und eines aus der alten Bundes- republik! (vorerst nur alte Filme)
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Besucher meiner Webseite an diese Filme!

Diesmal ein Musical-Film aus den USA auf 2 Programmen
Broadway-Melodie 1938
Wenn vorhanden, erscheint jeden Monat ein Aufkleber von Alwin Gast, an welchem Tag, Monat, Jahr und in welchem Kino er sich diese Filme anschaute!!! Diesen Film sah er am 02.08.1938 in den Kammerlichtspielen Magdeburg!
   
Version 1 des Filmprogrammes "Die Illustrierte Film-Bühne!"

Da kommt nun eine neue Broadway-Melodie aus dem Lande der "unbegrenzten Möglichkeiten". Die Tatsachen von den "Kosten und Mühen", die man jenseits des großen Wassers "nicht gescheut hat ", um dem Filmpublikum der Welt zwei Stunden amüsanter Unterhaltung zu bieten, wird wiederum festgestellt werden. Ein Mosaik aus humorvollen Einfällen, tänzerischen Leistungen, beschwingten Rhyth-men und technischen Wundern rundet sich auch hier der einfachen Geschichte zweier Liebenden, die sich suchen, nicht zu finden scheinen und schließlich doch das Glück gemeinsam erobern. Taucht da nicht die Frage auf nach dem Sinn dieses köstlichen "Unwesens", das sich so bedeutungsvoll "Revue" nennt? - Unbekannte Soldaten der Kunst, den Marschallstab ihres unentdeckten Talents im Tornister, marschieren versprengt, aber voller Hoffnungen und Träume, "keinen Pfennig in der Tasche", ihrem leuchtenden Ziele, dem Erfolg am Broadway, New Yorks und Amerikas vergötterter Prachtstraße, entgegen. Dort wo Millionen gewonnen und verloren werden, erleben sie ihre Alltagsschicksale, ihr Elend, das sie mit einem Lachen ertragen, und ihren großen Sieg, der ein Sieg der Gemeinschaft ist: Steve Raleigh, der Autor und Komponist , Ellen Lee, die Tänzerin, Sonny Ledford, ihr Partner mit dem Schmerz einer entsagenden Liebe im Herzen, Peter Trot, der komische Exzentriker, Betty Clayton, das Kind mit der phänomenalen Stimme und der jugendlichen Schwärmerei für den Helden der Leinwand, ihre Mutter, die eine

eine vergessene Varietédiva ist. Nicki Papaloopas, der singende Barbier, Robert Wildhack, der Mann, der das Niesen zu einer Wissenschaft erhoben hat und alle die anderen, die im Wirbel der Geschehnisse erscheinen, aber nicht verschwinden, ohne eine Spur der Lebensfreude zu hinterlasen, die jeder von diesen Männern und Frauenpredigen will. - Eine Welt der Gegensätze bildet das Millieu, in dem sie sich bewegen: Hier ist die Metro-politanoper mit ihrer glänzenden abendlichen Auffahrt der oberen Zehntausend, die das "Glück gepachtet haben", da die dürftige Friseurstube, in der ein Gehilfe "Mut in der Brust!" Arien singt; hier das elegante einer Rennbahn, auf der zwei arme Teufel wohl Arbeit finden, aber auch durch eine nicht getätigte Wette in Schulden geraten; dort ein Pferdetransport-Waggon, in dem der Stern eines Stars aufgeht: eine erstklassige Künstleragentur, wo ein Mädel vor schalldichten Türen vergeblich "sein Lied singt", eine Artistenpension, wo jeder Gast ein Original ist, wo jeder sein Können rühmen kann und keiner Geld hat; der enge Garten eines Hinterhauses, in dem ein edler Renner trainiert wird; ein einsamer Park, in dem zwei Menschen selbst bei Gewitter und Regen ihre Wünsche und Sehnsüchte aus-tanzen können; Intrigen und Liebe, die froh hinaus jubelt, das allerhand schönes auf dieser Erde trotzdem "mein und dein" ist, eine tolle Jagd um den Sieg im "Großen Preis von Saratoga" und endlich eine grandiose Schau, bei der die neuen "Broadway-Sterne" leuchten dürfen, die die Tücken dieses Broadway bezwungen haben! -

Wille, Glauben, Optimismus, Gemeinschaftsgeist und Humor schaffen den Erfolg: Ist das nicht im Sinn dieser "Revue amerikanischen Lebens" , der auch uns geläufig ist?
Version 2 des Filmprogrammes "PROGRAMM HEUTE!"
In dem Besetzungsbüro herrscht bereits Hochbetrieb. Hunderte drängen sich nach Engagement. Steve weigert sich, die enormen Gagen für berühmte Revue-Stars zu zahlen. Er ist entschlossen, Ellen, die natürlich noch ganz unbekannt ist, die Hauptrolle zu geben.
Indes soll "Sterngucker" verkauft werden. Ellen hat Angst dass er in schlech-te Hände gerät und erwirbt ihn selbst auf der Auktion, obwohl sie nur einen kleinen Teil des Geldes besitzt. Der Zuschlag ist nicht ohne die Beihilfe Carolines erfolgt, die hofft, Ellen dadurch in Unannehmlichkeiten zu bringen. Steve aber sich recht-zeitig die Summe für seine bei Mrs. Whipple geliehen.
Er bittet Sonny, Ellen das Geld zu geben, ohne ihn zu verraten.
Mittlerweile haben Papaloopas und Nicki ihre beiden Schuldner gefunden und verlangen die 800 Dollars. In den entstehenden Streit greift Ellen ein und veranlasst den Frisör, mit einem Anteil an "Sternguckers" eventuellen Gewinnen vorlieb zu nehmen. Steve kommt hinzu und muß sich wohl oder übel von Nicki etwas vorsingen lassen. Dabei macht man die glückliche Entdeckung, dass "Sterngucker" am schnellsten rennt, wenn er Nickis Stimme hört.
Die eifersüchtige Caroline bestimmt ihren Gatten, seinen Finanzierungs - Vertag für die Revue zurückzuziehen, wenn Steve nicht damit einverstanden ist, statt Ellen eine bekannte Künstlerin zu engagieren. Ellen erfährt das und verzichtet on selbst, ist auch für den untröstlichen Steve nicht mehr zu sprechen. Er weigert sich nun, die Revue unter diesen Umständen herauszubringen, versucht aber vergeblich, einen anderen Geldmann zu finden.
Als Ellen endlich durch Sonny erfährt, dass Steve die 1750 Dollar für "Stern-gucker" zugegeben hat, wird klar, wie sehr Steve sie liebt.
Das Pferd wird für den großen Preis von Saratoga gemeldet. Er startet zwar schlecht, gewinnt aber in einem rasenden Finish unter seinem komischen Jockei Peter Trot als Nickis Stimme anfeuernd aus dem Lautsprecher erklingt. Mit dem Preis von 25 000 Dollar wird nun Steves Revue aufgezogen und wird ein großer Erfolg. Noch am Abend der Premiere finden sich zwei Glückliche!

Sonny Ledfort und Peter Trot brauchen Geld für die Fahrkarte nach dem Rennplatz Pimlico, da sie glauben dort Arbeit bei der reichen Mrs. Whipple finden zu können. Sie bitten den Friseur Papadoopas und seinen Neffen Nicki, ihnen 20 Dollar zu borgen, um auf "Winterschlaf" zu wetten, da man damit 800 Dollar gewinnen könnte. Aber anstatt das Geld für die Wette anzulegen, bezahlen sie damit ihr Billet.
Caroline Whipple, eine äußerst selbstsüchtige Frau , schimpft mit ihrem Gatten, weil er Steve Raleighs Revue unterstützen will. Aber als sie sieht, was für ein hüb-scher junger Mann dieser Strebe ist, ist sie mit der Finanzierung einverstanden. Alle drei fahren dann nach Pimlico, um Car-olines Pferd "Sterngucker" im Rennen zu sehen.
Die Whipples haben Pech! "Sterngucker" leidet an einer Sehnenzerrung und wird von "Winterschlaf" geschlagen. Sehr zum Schrecken von Sonny und Peter, die nun dem Friseur 800 Dollar schulden und nicht wissen, woher sie das Geld nehmen sollen. Immerhin gelingt es ihnen, bei Mrs. Whipple Arbeit zu finden.
Während Sonny "Sternguckers" krankes Bein badet, gibt ihm die hübsche Ellen Lee gute Ratschläge, wie er es am besten behandeln soll. Sonny ärgert sich zwar darüber, lässt aber Ellen doch gewähren. In derselben Nacht wird der Waggon mit dem Pferd nach New York gebracht. Dabei entdecken Sonny und Peter Ellen, die sich in einem Futterkasten versteckt hat, um nach "Sterngucker" sehen zu kön-nen. Das Pferd ist auf der Farm ihres Vaters aufgewachsen und hatten "Stern-gucker" dann wegen Geldschwierigkeiten verkauft und Ellen selbst will sich jetzt in New York nach Arbeit umsehen. Es gibt einen fröhlichen Betrieb im Wagen, es wird gesteppt und gesungen. Steve der mit den Whipples reist, kommt unversehens dazu, während Ellen tanzt. Er ist entzückt von ihr und als er erfährt, dass sie zur Bühne will, schlägt er ihr vor, ihn in New York bei einer Künstler-Agentur aufzusuchen.

2-fach - Broadway-Melodie 1938

Ein Metro-Goldwyn-Mayer-Film
(Wappen)




Regie: Roy Del Ruth

Produktionsleitung: Jack Cummings; Drehbuch: Jack Mc Gowan; Manuscript: Jack Mc Gowan u. Sid Silvers; Musik und Lieder-Texte: Nacio Herb Brown und Arthur Freed; Bauten: Cedric Gibbons; Photographie: William Daniel, A.S.C. / Assistenten: Joseph Wright und Edwin B. Willi; Filmschnitt: Blanche Sewell

D a r s t e l l e r :
Steve Raleigh Robert Taylor
Ellen Lee Eleanor Powell
Sonny Ledford George Murphy
Caroline Whipple Binnie Barnes
Peter Trot Buddy Ebsen
Alice Clayton Sophie Tucker
Betty Claytonl Judy Garland

Nicki Papaloopas Charles Igor Gorin
Hermann Whipple Raymond Walburn
Duffy Robert Benchley
Der Kellner Willie Howard
James K. Blakeley Charley Grapewin
Der Niesprofessor Robert Wildhack
George Papaloopas Billy Gilbert
Jerry Jason Barnett Parker
Emma Snipe Helen Troy